Real Estate Performance Netzwerk

Kostensenkung nicht zu lasten der ProduktivitÄt -
Die Immobilie als Betriebsmittel

Wertsicherung und Wertsteigerung als Ziel der Bestandshaltung - Die Immobilie als VermÖgenswert

Aktuelles

Aktuelle Marktentwicklungen 1. HJ. 2011

Die Immobilienbranche ist voller Optimismus ins Jahr 2011 gestartet
Der von King Sturge monatlich ermittelte Immobilienklimaindex ist zum Jahresbeginn um 5,2 % auf 141,8 Punkte gestiegen. Getragen wird der Optimismus von Erfolgsmeldungen bei Flächenumsätzen und auf den Transaktionsmärkten. So steigt das Ertragsklima, das die Erwartungen bei Miet- und Ertragsentwicklung anzeigt, um 6,4 % auf 137,7 Punkte. Das die Kauf- und Investitionsstimmung anzeigende Investmentklima nimmt um 5,8 % auf 146,0 Punkte zu. Unter den Teilsegmenten legt das Bürosegment mit einem Plus von 8,5 % auf 134,8 Punkte den größten Anstieg hin. Das Industrieklima sinkt leicht um 1,8 % auf 127,6 Punkte, das Handelsklima legt um 3,6 % auf 140,2 Punkte zu. Spitzenreiter unter den Segmenten bleibt weiterhin das Wohnklima mit 161,7 Punkten (+ 1,1 % zum Dezember).

Auch nach einer Umfrage von Ernst & Young (E&Y) gibt es eine deutlich positivere Einschätzung zum deutschen Immobilienmarkt. 93% der befragten Investoren erwarten 2011 eine Zunahme des Transaktionsvolumens. (2010: ca. 22 Mrd. Euro inklusive Wohnen). Dabei gibt es durchaus unterschiedliche Einschätzungen zwischen King Sturge und E&Y über die Teilsegmente. Investorenlieblinge sind nach E&Y die Teilsegmente Wohnen ( mit 44 %) und Einzelhandel (mit 36%) der Nennungen. Büros sind dagegen erneut in der Gunst der Investoren gesunken: Nur noch 20% haben bei Büros einen starken Investitionsfokus (2010: 34%). Auf niedrigem Niveau deutlich gestiegen ist das Interesse an Logistikimmobilien und Hotels, beide Teilsegmente bleiben aber nach wie vor nur für Spezialisten interessant, so E&Y.

Investoren und Entwickler setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit
Immobilieninvestoren setzen verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit. Nach einer Ipsos-Umfrage wollen 2/3 zukünftig mehr in nachhaltige Immobilien investieren. Vor allem Immobilienfonds und Projektentwickler haben sich der stärkeren Einbeziehung von ökologischen Gesichtspunkten verschrieben. Neben der Neuentwicklung rückt die Bestandssanierung verstärkt in den Vordergrund. Auf der Nutzerseite bleibt das Thema Nachhaltigkeit allerdings nach Meinung der Investoren noch unterrepräsentiert. Die Vielzahl der Label und die Diskussion, was unter Nachhaltigkeit eigentlich zu verstehen ist, verunsichert neben den Nutzern auch die Investoren.

Senkung der immobilienbedingten Kosten hat bei Corporates auch 2011 höchste Priorität
Die Reduzierung der immobilienbedingten Kosten rangiert ganz oben, wenn es um das Corporate Real Estate Management geht. Erst dann folgen die Erhöhung der Produktivität, die Effektivität der Mitarbeiter sowie die Erhöhung der Flexibilität. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die CoreNet Global 2010 vorgelegt hat (siehe NL 2/2010). Aktuelle Projekte zeigen, dass dieses Thema u.a. durch Änderungen des IAS 17 auch 2011 in vielen Unternehmen auf der Tagesordnung ganz oben steht. Dabei geht es weniger um ein reines „cost cutting“, sondern um intelligente Lösungen, die eine Optimierung der wesentlichen Treiber (Flächen - Leistungen /Prozesse - Ressourcen - Schnittstellen) zum Ziel haben. Darüber hinaus wird das Thema Nachhaltigkeit in den immobilienwirtschaftlichen Vorgaben zum Standard gehören.


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